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In einer halben Stunde durch die ganze Welt

Tour durch die Pflanzengeographische Abteilung des Botanischen Gartens
Tour 14 Karte

Druckbare Wegweiser downloaden: karte_tour_14.pdf
 
Der heutige Ausflug führt durch die Pflanzengeographische Abteilung des Botanischen Gartens. In kürzester Zeit unternehmen wir eine Weltreise, die uns noch dazu kaum etwas kostet. Kommen Sie also mit und genießen die Pflanzen der verschiedenen Kontinente. Die Wege sind für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gut geeignet. Am Ende kann im Restaurant „Landhaus“ der Ausflug kulinarisch beendet werden.
  Tourbeschreibung

Unser Rundgang beginnt am Eingang Königin-Luise-Str.
Wir sehen direkt am Hauptweg auf der linken Seite eine Übersichtstafel. Diese zeigt die Gliederung des Gartens in die einzelnen Abteilungen!

Südlich an die Pflanzengeographische schließt sich die Systematische Abteilung an, in der die Pflanzen nicht nach ihrer geographischen Herkunft, sondern entsprechend ihrer natürlichen Verwandtschaft angeordnet sind.

Aus praktischen Gründen wurden die Bäume und Sträucher in einer gesonderten Abteilung, dem so genannten Arboretum, untergebracht, es grenzt südöstlich an die systematische Abteilung. Die Pflanzengeographische Abteilung nimmt etwa ein Drittel der gesamten Gartenfläche ein. Sie wurde schon mit der Gründung des Gartens angelegt und stellt das Wahrzeichen dieser berühmten Sehenswürdigkeit dar. Im Botanischen Garten Berlin kann man in einer halben Stunde von Europa aus über die Gebirge Kleinasiens, den Kaukasus und den Himalaja nach China und Japan wandern. Von dort überquert man gleichsam den Pazifischen Ozean und findet sich in den Nadelwäldern und Felsfluren der Rocky Mountains, in den Prärien des nordamerikanischen Mittelwestens und in der Laubwaldzone des Atlantischen Nordamerikas wieder.

Wir befinden uns nun, vom Hauptweg kommend, als erstes in Mitteleuropa.

Hier werden neben Moor und Heide sieben verschiedene Waldtypen vorgestellt. Zu Ihnen gehören Hainbuchen-, Rotbuchen-, Eichen-, Laubmisch-, Birken-, Kiefern-, Auen- und Bergwald. Außerdem kann man den Pflanzenreichtum der Alpen bewundern; auch die einzelnen Höhenstufen, wie die montane, subalpine und die alpine Region sind zu erkennen. Auffallend sind in diesem Bereich besonders die Rotbuchen-Bestände. Die Rotbuche hat übrigens grüne Blätter und verdient ihren Namen durch das rötlich gemaserte Holz. Die rotblättrige Sorte wird dagegen als „Blutbuche“ bezeichnet. Sie finden diese im Arboretum. Wenn wir jetzt weiter durch den Wald gehen, gelangen wir nach ca. 150 Metern zu einer Hügelkette, die die europäischen Gebirge darstellt. Hier sind unter anderem die einzelnen Gesteinsarten der Alpen zu sehen.

Wir folgen dem Zug (ca. 200 m) bis zu den Gebirgen der Balkaninseln, gehen nach rechts durch einen schmalen Weg und kommen schließlich wieder auf einen breiteren.
Von hier aus geht es zur systematischen Abteilung über. Auch an diesem Eingang ist eine Übersichtstafel mit den Namen der vertretenden Pflanzen zu finden.

In diesem Teil des Gartens werden hauptsächlich krautige Pflanzen kultiviert, so dass man einen freien Ausblick über eine große, baumfreie Fläche genießt.

Nach diesem kurzen Abstecher kehren wir zurück in die Pflanzengeographische Abteilung und folgen weiter dem Verlauf der Hügelkette.

Weiter geht es durch die Türkei, den Kaukasus, über den Iran zum größten Gebirge der Welt, dem Himalaja. Hier liegt übrigens mit 66 m Meereshöhe auch einer der höchsten Punkte des Gartens. Im Himalaja beeindrucken prächtige Nadelbäume. Vom Gebirge kommend gehen wir nun wieder ein kleines Stück zurück bis zur Kreuzung und folgen dem Weg durch Mittelasien. Nach ca. 50 m stehen wir vor dem Arboretum. Wenn wir dieses besichtigt haben, laufen wir wieder ein kurzes Stück zurück bis zu der letzten Weggabelung, an welche dann die Pflanzenwelt Asiens anschließt. Hier werden die Pflanzengesellschaften Anatoliens gezeigt. Wir wenden uns nach links, schlendern vorbei an einem von Bambus umgebenen Teich und kommen schließlich wieder zum Hauptweg.

Von diesem Punkt aus machen wir noch einen kleinen Rundgang durch Amerika (von uns aus gesehen, rechter Hand).

Im Nordamerika-Bereich findet man Pflanzen der Wälder, Prärien und Hochgebirge der Vereinigten Staaten und Kanadas. Es werden vier Nadelwaldtypen und drei Laubwaldtypen dargestellt. An die Wälder grenzen die Lang- und Kurzprärien und an diese die Artemisia Steppe. Neben trockenharten Stauden kann man sehr beeindruckende Steinanlagen bewundern. Im Vergleich zu europäischen Wäldern sind die von Nordamerika artenreicher. Forschungen haben ergeben, dass viele europäische Pflanzen während der Eiszeit ausgestorben sind. Durch die Ausbreitung der Gletscher hatten die Pflanzen keine Ausweichmöglichkeiten mehr. Dem Rundgang folgend kommen wir wieder am Hauptweg an.

Das zuvor empfohlene Restaurant befindet sich am Ein- und Ausgang Unter den Eichen. Unsere Wanderung endet hier, wir hoffen, es hat Freude gemacht. Welcher Ausgang gewählt wird, ist Ihnen überlassen. Genießen Sie die letzten Meter im Botanischen Garten Berlin. Auf Wiedersehen!
 
Nützliche Hinweise

Die Gewächshäuser sind für Rollstuhlfahrer teilweise befahrbar

Eingang:
Königin-Luise-Platz

Eintrittspreise:
Erwachsene 5,00 €
Ermäßigt 2,50 €
Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder unter 14 Jahren) 10,00 €

Öffnungszeiten:
täglich außer Heiligabend
Nov., Dez., Jan. 9-16 Uhr
Feb. 9-17 Uhr
Mär., Okt. 9-18 Uhr
Sep. 9-19 Uhr
Apr., Aug. 9-20 Uhr
Mai, Jun., Jul. 9-21 Uhr

Verkehrsanbindung:
101, X83

2 behindertengerechte Toiletten befinden sich sowohl am Duft- und Tastgarten, als auch (während Veranstaltungen) im Neuen Glashaus. Schlüssel sind an den Kassen erhältlich.

Hinweistafeln mit den Namen der Einzelnen Gebiete beachten!
Schwarz = Europa,
Gelb = Asien

Das Restaurant „Landhaus“ ist täglich von 11 – 18 Uhr für Sie geöffnet und kann auch für Veranstaltungen gemietet werden.
   Alpenlandschaft

Alpenlandschaft
Bild: Axel.Mauruszat

 Alter Plan des Botanischen Gartens

Alter Plan des Botanischen Gartens
Bild: Axel.Mauruszat

 Blutbuche

Blutbuche
Bild: Tortuosa

 Buchecker

Buchecker
Bild: Gerhard Elsner

 Pflanzengeographische Abteilungen

Pflanzengeographische Abteilungen
Bild: I. Haas

 Laubmischwald

Laubmischwald
Bild: Axel.Mauruszat

 Bambus

Bambus
Bild: Jcornelius
 
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