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Dahlem Dorf
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Dieser Ausflug führt vom U-Bahnhof Podbielskiallee über die Domäne Dahlem und die verschiedenen Parks bis zum Kinderspielplatz im Thielpark. Unsere Tour dauert, je nach Lust und Laune, zwischen zwei und vier Stunden. Großstadtkinder können „echte“ Tiere sehen und sich in der Natur austoben. Ihnen und den Eltern wird ein Stück Dahlemer Geschichte nahe gebracht. Der Weg ist leider nicht für Rollstuhlfahrer geeignet, mit dem Kinderwagen, bei gutem Wetter, aber gut zu bewältigen. Unterwegs kann im „Eiszeit“ oder der Luise eingekehrt werden (beides gegenüber vom U-Bahnhof Dahlem Dorf). Wer am Ende noch lustig ist, kann noch das nachfolgende Quiz machen.
  Tourbeschreibung

Den Ortsteil Dahlem gibt es seit über 730 Jahren. Die Dahlemer Geschichte geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. 1920 wurde das Dorf mit seinen ca. 6.500 Einwohnern ein Teil von Zehlendorf und somit nach Groß Berlin eingemeindet. Heute leben in diesem schönen Stadtteil etwa 14.200 Einwohner.

Wir beginnen unsere Tour durch Dahlem, an entsprechenden Tagen am besten mit Gummistiefeln gewappnet, am U-Bahnhof Podbielskiallee.

Mit seinem architektonischen Aufbau symbolisiert er das „Tor“ zur Domäne Dahlem.

Wir verlassen ihn und gehen linkerhand in die Straße „Im Dol“. An der nächsten großen Kreuzung biegen wir links in die Pacielliallee ein, dann noch einmal links abbiegen und schon stehen wir auf der Domäne Dahlem.

Der ehemalige Bauernhof ist heute ein Freilichtmuseum, das die Bedeutung der Landwirtschaft und der Ernährung von der Vergangenheit bis in die Zukunft darstellt. Als „einziger Bauernhof, der mit der U-Bahn zu erreichen ist“, kann man auf der etwa 15 Hektar großen Domäne einen Eindruck von ökologischer Landwirtschaft gewinnen. Auf dieser bedeutenden Zehlendorfer Sehenswürdigkeit finden regelmäßig Veranstaltungen statt, wie beispielsweise Schlacht-, Ernte-, oder Mittelalterfeste, Adventsmärkte, aber auch Lesungen oder Konzerte. Außerdem sind hier auch Pferde, Hühner, Schweine und Kühe zu sehen.
Wir schlendern vorbei an den Feldern und Wiesen…
an der Fahrrad-Crossbahn zur linken Seite…
kommen schließlich zu den Pferdeställen…
vorbei am Fußballplatz…
an den Werkstätten…
den Freigehegen…
den Scheunen und Ställen…
vorbei am Hofladen und dem hauseigenen Ausschank…
bis wir schließlich zum Museum gelangen.
Im Museum finden Dauer- und Sonderausstellungen zur Landwirtschafts- und Ernährungsgeschichte von Berlin und Brandenburg statt.

Wir verlassen das Gelände über den Haupteingang an der Königin-Luise-Straße. Direkt vor uns sehen wir ein Gebäude auf dem alten Dorfanger. Hierbei handelt es sich um einen Eiskeller, in dem Eis gelagert wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser als Luftschutzbunker genutzt. Heute ist es ein Quartier für Fledermäuse und öffentlich nicht zugänglich.

Nun gehen wir ein kleines Stück nach links, um den U-Bahnhof Dahlem Dorf sehen zu können.

Dieser wurde mit seinem norddeutschen Landhausstil als Holzfachwerkbau mit Reetdach der ländlichen Gegend angepasst. Sehenswert ist noch heute die Innenausstattung des Gebäudes mit seinen unregelmäßig glasierten Kacheln und den rustikalen Schnitzarbeiten. Ein Blick nach oben zeigt eine wunderschön gestaltete Decke, die sonst oft übersehen wird. Im Dezember 1980 brannte das Dach des Hauses durch Brandstiftung vollständig ab, was 1981 Grund für eine komplette Sanierung war. Wo heute die U-Bahnlinie U3 fährt, wurde 1913, nach nur zwei Jahren Bauzeit, die „Wilmersdorfer-Dahlemer-Schnellbahn“ fertig gestellt.

Jetzt setzen wir unsere Tour fort. Von der Domäne Dahlem kommend gehen wir nach rechts bis zur Kreuzung Königin-Luise-Straße/Pacielliallee und überqueren diese. Auf der rechten Seite liegt die alte Dahlemer Dorfkirche, auch St. Annen Kirche genannt.

Sie wurde vermutlich vor über 600 Jahren erbaut und zählt, besonders wegen ihrer Ausstattung, zu den schönsten und den besterhaltenen Berlins. An den einschiffigen Backsteinbau grenzt ein Friedhof, auf dem unter anderem Rudi Dutschke, der bekannteste Studentenführer der 60er Jahre, begraben liegt.

Von da beginnt eine kleine Wanderung durch das Villenviertel Dahlem. Wir überqueren die Königin-Luise-Straße, laufen ein kurzes Stück an der ungemütlichen Hauptstraße entlang und biegen dann nach rechts in den Kuckucksweg ein. Die Schule, auf der rechten Seite, ist nach dem berühmten Kinderbuchautoren Erich Kästner benannt. Wir biegen nach links in die Musäusstraße ein, an deren Ende wir schon den Park sehen, durch den wir gemeinsam gehen. Hier können die Kinder toben und die Eltern die Ruhe genießen.

Nun gehen wir den linken der drei Wege und nehmen die erste Möglichkeit, um links abzubiegen. Wir laufen immer geradeaus. Auf unserer rechten Seite liegt ein Teich, links sind mehrere prächtige Villen zu sehen. Wir überqueren eine kleine Brücke und halten uns weiterhin links. Unser Weg führt nun immer weiter geradeaus bis zu einer großen Wiese. Wir nehmen den kleinen linken Weg und sehen dort den größten Findling Berlins. Er wurde 1912 beim Bau der U-Bahn entdeckt und hat einen Umfang von 10,10 m. Der etwa 50 t schwere Koloss (das ist so schwer wie 3 Doppeldeckerbusse) konnte damals nicht einmal von 16 Zugochsen bewegt werden. Mit Hilfe von Seilwinden benötigte man 14 Tage um den Stein 40 m, bis zu seinem heutigen Standort, zu transportieren.

Wir laufen das kleine Stück wieder zurück zur letzten Weggabelung und müssen nun die große Treppe bis zum U-Bahnhof nach oben gehen. Am Ende dieses Parkabschnitts überqueren wir die Löhleinstraße und stehen nun direkt vor dem U-Bahnhof Thielplatz.

Bis 1929 war dieser Bahnhof der Endbahnhof seiner Linie. In einer angrenzenden Werkstatt konnten die Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Dieser Betrieb wurde 1929 stillgelegt und zum neuen Endbahnhof Krumme Lanke verlegt.

Nun gehen wir weiter über die Brümmerstraße in den nächsten angrenzenden Park, den Thielpark. Der Teich in diesem Parkabschnitt wurde in diesem Jahr komplett entschlammt und danach mit Tonelementen abgedichtet. Am Ende des Parks überqueren wir die Hittorfstraße und sehen den großen Kinderspielplatz vor uns. Hier können Kinder sich nach Herzenslust austoben und die Eltern auf der großen Wiese noch ein bisschen ausspannen...

Kinderquiz zur Dahlem Tour
 
Nützliche Hinweise

Der U-Bahnhof Podbielskiallee ist nicht rollstuhlgerecht!

Die Domäne Dahlem ist nur teilweise behindertengerecht! (Kopfsteinpflaster)
Eintritt: frei

Hofladen:
Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Sa. 8-13 Uhr von Mai bis Oktober hat der Familienausschank geöffnet!

Informationen zu allen aktuellen Veranstaltungen findet man unter www.domaene-dahlem.de

Wichtiger Hinweis: Die Tiere dürfen NICHT gefüttert werden! Sie können sonst sehr krank werden!

Museumseintritt:
normal: 2,00 €,
ermäßigt: 1,00 €,
Kinder unter 14 J. frei,
Mi. immer freier Eintritt!

Öffnungszeiten:
Museum:
täglich, außer Dienstag
10-18 Uhr
   U-Bahnhof Podbielskieallee

U-Bahnhof Podbielskieallee
Bild: S1

 Domäne Dahlem

Domäne Dahlem
Bild: Kulturring in Berlin e.V.

 Ferkel auf der Domäne

Ferkel auf der Domäne
Bild: Domäne Dahlem 2002

 Domäne Museum

Domäne Museum
Bild: Kulturring in Berlin e.V.

 Eiskeller

Eiskeller
Bild: Kulturring in Berlin e.V.

 U-Bahnhof Dahlem Dorf

U-Bahnhof Dahlem Dorf
Bild: Armin Kübelbeck

 St. Annen Kirche

St. Annen Kirche
Bild: Berkan

 Grab Rudi Dutschke

Grab Rudi Dutschke
Bild: Mutter Erde

 Findling

Findling
Bild: Kulturring in Berlin e.V.

 U-Bahnhof Thielplatz

U-Bahnhof Thielplatz
Bild: Axel Mauruszat

 Parkidylle

Parkidylle
Bild: tiktak

 
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